Netzwerkisolatoren EMOSAFE
Was ist ein Netzwerkisolator
Netzwerkisolatoren werden verwendet, um ein Gerät vor Fremdspannungen bzw. Potenzialunterschieden zu schützen, welche an der Netzwerkverkabelung anliegen können. Sie bilden innerhalb einer kupfergeführten Ethernet-Datenleitung eine galvanische Trennstelle mit einer erhöhten Spannungsfestigkeit. Bei Netzwerkisolatoren werden nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion hochfrequente Wechselspannungen in dem für die Datenübertragung genutzten Frequenzband möglichst verlustarm übertragen. Aufgrund dieses Übertragungsprinzips benötigen Netzwerkisolatoren keine eigene Stromversorgung. Eine Installation von Treibern oder ähnlichem ist in keinem Fall erforderlich. Ein- und Ausgang sind in der Regel ohne Leistungseinbußen gegeneinander vertauschbar.
Weitere Informationen:
1. Produkte
2. Anwendungsgebiete
2.1 Medizintechnik
2.2 Weitere Anwendungsgebiete
3. Technische Anforderung
3.1 Normreihe 60601-1
3.2 Schutzmaßnahmen und Spannungsfestigkeit
3.3 Normkonformität und Zertifikate
3.4 Qualität
3.5 Kabelschirmung
3.6 Kabellänge
1 Produkte
![]() | EN-10Einbaugehäuse für den Wand- oder Geräteeinbau, staub- und wassergeschützt nach Schutzart IP67; als Zubehör sind Steckergehäuse und Verschlusskappen in der Schutzart IP67 erhältlich; Datendurchsatz bis zu 1 Gb/s; Spannungsfestigkeit 4kV AC; 2 MOPP n. DIN EN 60601-1:2006 Preise und Datenblätter entnehmen Sie bitte aus unserem Webshop. |
![]() | EN-20Gehäuse für die Aufputzmontage; Befestigungskreuze beiliegend Datendurchsatz bis zu 100 Mb/s; Spannungsfestigkeit 4kV AC; 2 MOPP n. DIN EN 60601-1:2006 Preise und Datenblätter entnehmen Sie bitte aus unserem Webshop.
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![]() | EN-30Robustes Metallgehäuse mit Gummifüssen für den Tischbetrieb; Halterung für Wandmontage beiliegend Datendurchsatz bis zu 1 Gb/s; Spannungsfestigkeit 4kV AC; 2 MOPP n. DIN EN 60601-1:2006 Preise und Datenblätter entnehmen Sie bitte aus unserem Webshop. |
![]() | EN-50Einbaugehäuse, optimiert für den Geräteeinbau; in vielen Anschlussvarianten erhältlich, kundenspezifische EMV-Anpassungen möglich, Datendurchsatz bis zu 1 Gb/s; Spannungsfestigkeit 4kV AC; 2 MOPP n. DIN EN 60601-1:2006 Informationen zum EN-50 finden sie hier. Preise entnehmen Sie bitte aus unserem Webshop. |
![]() | R&M SafelineNetzwerkisolator passend für Wandauslassdosen von Reichle & De Massari Moduleinschub
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![]() | SondertypenGern bieten wir Ihnen auch Sonderbauformen nach ihren Spezifikationen an. Wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam das für sie optimale Design, konstruieren alle für die Produktion erforderlichen Formen und Werkzeuge, erstellen produktbegleitende Dokumente, entwerfen die Verpackung und kümmern uns um die von Ihnen gewünschten Zulassungen. Profitieren Sie von unseren vielseitigen Erfahrungen im Bereich der Produktentwicklung! |
Eine detaillierte Beschreibung der verfügbaren Typen, sowie Datenblätter und Preise zu unseren Produkten stehen Ihnen in unserem Webshop zur Verfügung.
2 Anwendungsgebiete
Im medizinischen Bereich dienen Netzwerkisolatoren dem Schutz des Patienten vor Ableitströmen. Die Netzwerkverbindung zwischen einem Medizingerät und einem Ethernet-Netzwerk oder einem Nichtmedizingerät (wie z.B. einem Büro-PC oder Laptop) wird dabei gemäß der Norm IEC 60601-1 (3. Ausgabe) für medizinisch elektrische Geräte und Systeme als eine potenzielle Gefahrenquelle eingestuft, die als Folge von Spannungsdifferenzen zwischen den Erdpotenzialen der angeschlossenen Netzwerkteile ursächlich für einen den Patienten gefährdenden Ableitstrom sein kann. Solche Spannungsdifferenzen können aber auch durch eine fehlerhafte Verlegung z.B. bei Falschbelegung oder bei metallischem Kontakt zwischen den Schirm- oder Datenleitungen eines beschädigten Kabels und spannungsführenden Teilen innerhalb der Kabelführung verursacht werden.
Netzwerkisolatoren können als Zubehör oder Komponente innerhalb eines medizinisch-elektrischen Gerätes oder Systems verwendet werden. Netzwerkisolatoren selbst sind jedoch keine medizinisch elektrischen Geräte im Sinne der IEC 60601-1 und auch keine Medizinprodukte im Sinne der Medizinprodukterichtlinie 93/42/EWG, da sie für sich genommen keinerlei therapeutischen oder diagnostischen Zweck erfüllen. Sie unterliegen damit auch nicht der Pflicht zur Durchführung sicherheitstechnischer Kontrollen (STK), es sei denn, dies wird vom Hersteller des Netzwerkisolators oder des Gerätes in dem der Netzwerkisolator eingebaut ist ausdrücklich empfohlen.
Netzwerkisolatoren sollen möglichst dicht am Medizingerät angeordnet werden. Sie werden im medizinischen Bereich häufig gemeinsam mit Trenntransformatoren eingesetzt, die ebenso dem Schutz des Patienten dienen, jedoch vor zu hohen Strömen aus dem Stromversorgungsnetz im Falle eines Isolationsfehlers.
Netzwerkisolatoren werden außerdem in vielen weiteren technischen Einrichtungen verwendet, um eine Potenzialtrennung zwischen den angeschlossenen Geräten zu erreichen, z. B.:
- Bei Mess- und Überwachungseinrichtungen in elektrischen Prüffeldern, welche über Ethernet-Schnittstellen mit einer Leitstelle in Verbindung stehen
- Bei redundanten Serversystemen, welche über Entfernungen von bis zu 100 m mittels Kupferverkabelung verbunden sind
- Bei kupferbasierten Netzwerkverbindungen im privaten oder gewerblichen Bereich, welche durch unvermeidliche Potenzialunterschiede zwischen Gebäuden oder Gebäudeteilen gefährdet sind, bei denen jedoch eine Verbindung mittels Lichtwellenleiter zu aufwendig erscheint
- Generell als Mantelstromfilter für Ethernetverbindungen
3 Technische Anforderungen
Aus der internationalen Norm IEC 60601-1 (3. Ausgabe) für medizinisch elektrische Geräte und Systeme und ihren nationalen Entsprechungen z. B. DIN EN 60601-1, OEVE/OENORM EN 60601-1 ergeben sich für Netzwerkisolatoren hohe Anforderungen an den isolationstechnischen Aufbau. Dort werden deutlich höhere Anforderungen gestellt, als in der im nichtmedizinischen Bereich anzuwendenden Norm IEC 60950 (Einrichtungen der Informationstechnik), da davon ausgegangen wird, dass ein Patient bewusstlos, narkotisiert oder bewegungsunfähig sein kann und damit für ihn ein höheres Schutzbedürfnis besteht.
3.2 Schutzmaßnahmen und Spannungsfestigkeit
Für medizinische Geräte oder Systeme werden von der IEC 60601-1 (3. Ausgabe) zwei unabhängige Schutzmaßnahmen zum Patientenschutz (engl. Means Of Patient Protection = MOPP) gefordert. Ein Netzwerkisolator kann dabei abhängig von seinem Isolationsaufbau eine oder zwei Schutzmaßnahmen zum Patientenschutz bilden. Im Fall von nur einem MOPP muss eine zweite Schutzmaßnahme für das betroffene Gerät getroffen werden, z. B. durch einen festverlegten Potenzialausgleichsleiter. Ob ein Netzwerkisolator über ein oder zwei MOPPs verfügt geht aus den Zertifikaten jedoch in der Regel nicht hervor und hängt von der Kombination der realisierten Luft- und Kriechstrecken, dem Aufbau der Isolation und der Spannungsfestigkeit ab. Aus der Spannungsfestigkeit allein - gefordert sind 1,5 KV (AC) für ein MOPP und 4 KV (AC) für zwei MOPP - kann keine Aussage über die Anzahl der realisierten MOPPs abgeleitet werden.
3.3 Normkonformität und Zertifikate
Die Konformität mit den Anforderungen der anzuwendenden Normen und Richtlinien, insbesondere der IEC 60601-1 bestätigt die EMO Systems GmbH durch eine CE-Erklärung. Aufgrund der Zulassung durch UL (Underwriters Laboratories Inc.) als 'Recognized Component' E249126 eignen sich unsere Netzwerkisolatoren auch für den Einsatz auf dem US-amerikanischen Markt. Im Rahmen der UL-Zulassungsprüfung werden unsere Netzwerkisolatoren auf die Konformität mit der IEC 60601-1 (3rd Ed.) untersucht.
Die Entwicklung und Fertigung unserer Netzwerkisolatoren ist nach ISO 9001 zertifiziert. Unsere Netzwerkisolatoren werden vor Auslieferung einer Einzelprüfung unterzogen, in der die Spannungsfestigkeit jedes einzelnen Produktes geprüft wird.
Um eine optimale Übertragungsqualität gewährleisten zu können werden unsere Netzwerkisolatoren zusätzlich auch auf die Einhaltung unserer hohen Qualitätsanforderungen in Bezug auf die für die Übertragungseigenschaften wichtigen Kennwerte Einfügedämpfung, Rückflussdämpfung und Nahübersprechen geprüft.
Die Bestimmung eines Netzwerkisolators ist es, jegliche direkte galvanische Verbindung zwischen den angeschlossenen Geräten zu unterbinden. Daher muss neben den Datenleitungen auch der Kabelschirm galvanisch getrennt werden.
Ungeschirmte Kabelverbindungen, die gelegentlich als Alternative zu der Verwendung von Netzwerkisolatoren genannt werden, entfalten im Sinne der IEC 60601-1 keine ausreichende Schutzwirkung, da auch die Datenleitungen selbst gefährdende Spannungen führen können.
Aufgrund ihrer passiven Bauweise verringern Netzwerkisolatoren die Qualität des übertragenen Signals geringfügig. Diese Verluste sind bei unseren Netzwerkisolatoren jedoch so gering, dass die in der Netzwerktechnik üblichen festverlegten Kabellängen (max. 90m) in aller Regel verwendet werden können, ohne dass es zu einer Reduktion des Datendurchsatzes kommt.






